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Warum sind die Augenmuskeln bei der ALS meist ausgespart?

Die Augenbewegungen sind in der Evolution des Menschen von großer Bedeutung. Bei Bewegungen sowie Kopf- und Blickwendungen ist eine extrem rasche und genaue Einstellung der Augen (in Relation zum Kopf und der Umwelt) erforderlich. Die Augenmotorik gehört, neben den manuellen Funktionen, zu den höchsten feinmotorischen Leistungen des Körpers. Daher ist das motorische System der Augenmuskulatur besonders gut »ausgestattet«: Eine hohe Anzahl an Nervenzellen (die sich im Mittelhirn befinden) ist dafür zuständig, eine relativ kleine Anzahl an Muskelzellen zu steuern, die für die Augenmotorik zuständig sind. Es ist zu vermuten, dass die besonders gute Ausstattung der Augenmuskulatur durch kontrollierende Nervenzellen für den weitgehenden Erhalt der Augenmotorik verantwortlich ist. Weiterhin ist anzunehmen, dass die neurobiologischen Eigenschaften der motorischen Nervenzellen, die für die Augensteuerung zuständig sind (Augenmuskelkerne) sich von den sonstigen motorischen Nervenzellen unterscheiden und gegenüber der Neurodegeneration »widerstandsfähiger« sind

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