Warum kann es zu einer Rötung, Kälte oder Schwellung der Arme und Beine kommen?
Diese Symptome sind Ausdruck und Ergebnis einer verminderten motorischen Aktivität in den betroffenen Extremitäten. Die verminderte Temperatur und Veränderung des Hautkolorits (Blässe, Rötung oder »Marmorierung«) entstehen durch einen veränderten Blutfluss, der durch Lähmungen (Paresen) und Muskelschwund (Myatrophie) verursacht wird. Bei einer geringeren motorischen Aktivität besteht ein geringer »Bedarf«, die Extremitäten mit Blut zu versorgen. Die zuführenden Arterien verringern ihren Durchmesser (Vasokonstriktion) und »drosseln« die Blutzufuhr.
Dieser Prozess ist ein regulärer Vorgang, der das Entstehen von Röte und Kälte erklärt. Die Schwellung von Extremitäten ist zumeist der Ausdruck eines Lymphödems, das in einer übermäßigen Anreichung von Gewebsflüssigkeit begründet ist . Das Lymphödem entsteht durch eine Diskrepanz zwischen der arteriellen Blutzufuhr in eine Extremität und einem reduzierten Abstrom des Blutes über die Venen. Der venöse Abstrom ist wesentlich von der Muskelspannung abhängig (Venen-Muskel-Pumpe), die wiederum durch Paresen und Myatrophien nachlässt. Insgesamt haben die beschriebenen Symptome, Temperatur, Färbung und Schwellung, eine gemeinsame und überlappende Ursache in einer veränderten Gefäßregulation.
