Welche Nebenwirkungen von Riluzol sind zu erwarten?
Riluzol ist ein gut verträgliches Medikament. Bei der Mehrheit aller Patienten treten keine Nebenwirkungen auf. Das Medikament wird eingenommen, ohne dass unerwünschte Effekte zu verzeichnen sind. Trotz des günstigen Verträglichkeitsprofils können, wie bei jedem Medikament, Nebenwirkungen auftreten. Sehr häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 10 % aller Patienten) sind Müdigkeit, Unwohlsein und eine Erhöhung für die Werte einiger Leberenzyme (»Transaminasen«). Benommenheit und Schläfrigkeit sind mögliche Effekte beim Beginn der Behandlung und lassen üblicherweise nach wenigen Tagen nach.
Bei deutlichenm Nebenwirkungen ist die Reduktion des Medikamentes auf eine geringere Dosis oder ein Absetzen des Medikamentes und langsame Dosissteigerung mit reduzierter Anfangsdosism möglich. Die Details sind mit dem Arzt abzusprechen. Das gilt auch für die Verfahrensweise mit erhöhten Leberwerten. Die Frage der Dosisreduktion und der Notwendigkeit von Blutuntersuchungen zur Kontrolle der Leberwerte hängt maßgeblich von der Höhe der Leberwerte ab. Eine geringe Leberwerterhöhung (z. B. Verdopplung der Werte) ist zumeist unproblematisch und erfordert keine Veränderung an der Riluzol-Dosis oder eine Kontrolle der Blutwerte. Seltene Nebenwirkungen (bis zu 1 % aller Patienten) sind Anämie (Abnahme der roten Blutkörperchen), allergische Reaktionen und Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).
Allergische Reaktionen zeigen sich zumeist an Reaktionen der Haut, insbesondere mit Ausschlägen (Exanthem) am Körperrumpf. In diesem Fall ist das Medikament auf Dauer abzusetzen. Eine erneute Verwendung (auch mit reduzierter Dosierung) ist nicht möglich. Auch bei allergischen Reaktionen obliegt die Entscheidung des weiteren Vorgehens beim behandelnden Arzt.



