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Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen bei Faszikulationen?

Faszikulationen sind wiederholte und unwillkürliche Bewegungen einzelner Muskelfasern, die bei der ALS gehäuft auftreten und als belastend erlebt werden können. Faszikulationen entstehen (wie Muskelkrämpfe) durch eine gestörte Verbindung zwischen motorischen Nerven und dem Muskelgewebe.

Faszikulationen sind nur dann behandlungsbedürftig, wenn sie als störend empfunden werden. Durch häufiges und generalisiertes Auftreten (z. B. auch am Brustkorb und der Bauchmuskulatur) kann eine Ablenkung von Alltagsaktivitäten und eine Schlafstörung bedingt sein. In dieser Konstellation kann eine pharmakologische Behandlung sinnvoll sein. Die Medikamente Baclofen und Gabapentin können Faszikulationen reduzieren.

Bei fehlender Wirksamkeit ist die Behandlung mit cannabishaltigen Medikamenten zu erwägen. Bei der Behandlung mit Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol (THC:CBD) liegen Einzelfallberichte über die Verminderung von Faszikulationen (und Muskelkrämpfen) vor. Die Behandlung mit THC:CBD ist medizinisch und formal anspruchsvoll, da diese Medikamentengruppe dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt und nur mit einem Antrag auf Kostenübernahme durch die Krankenversicherung verfügbar ist.

Insgesamt sind die Behandlungsoptionen bei Faszikulationen auf wenige Medikamente beschränkt. Allerdings werden nur in seltenen Situationen die Symptome als so belastend erlebt werden, dass Patienten eine Medikamentenbehandlung anstreben.

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