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Was bedeutet Sialorrhoe?

Dieser Begriff steht für einen übermäßigen Speichelfluss, der durch die Schwierigkeit des wirksamen Schluckens entsteht. Sialorrhoe leitet sich aus dem Griechischen ab (Saliva, der Speichel). Der überschüssige Speichelfluss entsteht nicht durch eine Mehrproduktion von Speichel bei der ALS, sondern durch eine reduzierte Fähigkeit, den Speichel herunterzuschlucken. Bei einer regulären Schluckfunktion werden 1,5 Liter Speichel, die im Tagesverlauf in den Drüsen des Mundraums produziert werden, unbemerkt heruntergeschluckt.

Bei einer motorischen Einschränkung des Schluckaktes kommt der Transportprozess des Speichels aus dem Gleichgewicht und zu einer Ansammlung von Speichel im Mundraum. Die Sialorrhoe ist ein häufiges Symptom der ALS, immer in Kombination mit einer Dysphagie. Sie kann von einer geringen Sialorrhoe (Gefühl der stärkeren Anfeuchtung des Mundraumes) bis zu einer hochgradigen Sialorrhoe (starker Speichelfluss mit Verlust von Speichel aus dem Mund heraus) fortschreiten. Eine wirksame Behandlung der Sialorrhoe ist ein wichtiges Ziel der symptomatischen Behandlung, für die mehrere Medikamente zum Einsatz kommen.

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