Stimmt es, dass ein höheres Körpergewicht mit einer besseren Prognose der ALS verbunden ist?
Mehrere klinische Studien konnten zeigen, dass ein höheres Körpergewicht mit einer besseren Prognose bei ALS verbunden ist. Diese Studien haben nachgewiesen, dass Patienten mit einem höheren Körpergewicht eine bessere Prognose im Krankheitsverlauf aufweisen. Ein möglicher Grund dafür ist die erhöhte Energieverfügbarkeit. Da viele ALS-Patienten einen gesteigerten Energieverbrauch haben, kann ein höheres Körpergewicht als Energiereserve dienen und einer Mangelernährung entgegenwirken. Zudem bedeutet eine größere Muskelmasse oft eine bessere motorische Funktion und eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen die Muskelatrophie, die durch die Erkrankung bedingt ist. Auch entzündungshemmende Botenstoffe, die im Fettgewebe gebildet werden, könnten eine schützende Rolle spielen.
Darüber hinaus ist bekannt, dass ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust bei ALS mit einer schlechteren Prognose einhergeht. Daher sollte eine gezielte Ernährungsstrategie frühzeitig in die Behandlung integriert werden, um den BMI stabil zu halten. In fortgeschrittenen Stadien kann dies auch eine PEG-Sonde erforderlich machen, um eine ausreichende Kalorienzufuhr sicherzustellen.



