Führt die ALS immer zum Tod?
Die ALS kann durch zwei schwerwiegende Symptome zum Tod führen: Durch eine Mangelernährung (bedingt durch eine Schluckstörung) oder durch eine Atemfunktionsstörung (bedingt durch eine Schwäche der Atemmuskulatur). Beide Faktoren sind durch medizintechnische Unterstützung (PEG und Beatmungsversorgung) zu beeinflussen und weitgehend »kontrollierbar«.
Die medizintechnische Versorgung mit einer PEG und einem Beatmungsgerät ist als lebensverlängernde Maßnahme einzuordnen. Patienten, die eine Behandlung mit einer PEG oder Beatmungsversorgung in Anspruch nehmen, können eine deutliche Lebensverlängerung erfahren. Im Einzelfall kann das Leben durch Ernährungs- und Beatmungsunterstützung so weit verlängert werden, dass nicht die ALS, sondern eine andere, zusätzliche und zumeist häufige Erkrankung zum Tod führt (z. B. eine Krebs- oder Herzkreislauf-Erkrankung).
