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Digitale Versorgung in der Corona-Pandemie: online Bedarfe für Hilfsmittel und Medikamente mitteilen

Die zuverlässige Versorgung mit Hilfsmitteln und Medikamenten ist für Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) und anderen neuromuskulären Erkrankungen von entscheidender Bedeutung. Zugleich können durch Transport- und Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie die Bedingungen der ambulanten Versorgung erschwert sein. Zur Gewährleistung einer ambulanten Versorgung bietet Ambulanzpartner Patientinnen und Patienten die Möglichkeit an, Versorgungsbedarfe „online“ zu dokumentieren und damit den Versorgungsprozess selbst zu „starten“.

Digitale Unterstützung bei der Hilfsmittelversorgung

Die online Mitteilung eines Versorgungsbedarfs wird über das persönliche Konto auf Ambulanzpartner.de angelegt und auf diesem Weg an das Fallmanagement von Ambulanzpartner weitergeleitet. Von dort gelangt die Bedarfsmeldung an die Spezialambulanz oder Schwerpunktpraxis. Dort erfolgt, ebenfalls auf digitalem Weg, die ärztliche Prüfung des Versorgungsbedarfs. Danach gelangt die Versorgungsanfrage an einen geeigneten Versorger wie ein Sanitätshaus bei Hilfsmittelversorgung, eine Apotheke bei benötigten Medikamenten, ein Ernährungsteam oder Sanitätshaus bei erforderlichen Ernährungsprodukten. Nach Weiterleitung der Versorgungsbedarfe meldet sich der Versorger auf dem bevorzugten Weg, per Telefon, SMS oder Email beim Patienten. Nach einem persönlichen Kontakt wird Zeitpunkt und Ort der Lieferung der benötigten Hilfe vereinbart.

Bei allen Versorgungspartnern im Ambulanzpartner-Versorgungsnetzwerk besteht ein Bewusstsein, dass Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen zur Risikogruppe der Covit-19-Pandemie gehören. Die entsprechenden Schutzmaßnahmen werden von den Versorgern berücksichtigt. Digitale Unterstützung bei der Versorgung mit Medikamenten

Die Meldung von Medikamentenbedarfen ist besonders kritisch und ist lediglich für die Fortführung von bestehenden Medikationen geeignet. Die Meldung von Medikamentenbedarfen wird doppelt geprüft:Durch den behandelnden Arzt und den Apotheker in einer Netzwerkapotheke, die sich auf die Versorgung von Patienten mit ALS und anderen neuromuskulären Erkrankungen spezialisiert hat. Jede Versorgung mit Hilfsmitteln, Ernährungsprodukten oder Medikamenten setzt eine ärztliche Entscheidung sowie eine Rezepterstellung oder Verordnung voraus. Die digitale Versorgungsanfrage dient in erster Linie einem Zeitgewinn und der Ermöglichung, von zuhause aus (ohne physischen Kontakt mit einer Ambulanz, einer Apotheke oder einem Sanitätshaus) die notwendige und geeignete Versorgung zu erhalten. Die Veranlassung einer Versorgung von zuhause (in der Situation einer Pandemie-bedingten Selbstisolation) steht dabei im Vordergrund.

Zu betonen ist, dass die digitale Versorgungsanfrage ein zusätzliches Angebot neben der telefonischen Bedarfsmeldung darstellt. Video-Anleitungen für Online-Versorgungsanfrage

Die Online-Versorgungsanfrage von Hilfsmitteln, Ernährungsprodukten sowie Medikamenten ist nicht „selbsterklärend“. Die Bestellung von Versorgungen war ursprünglich für professionelle Koordinatoren vorgesehen, die über einen fachlichen und medizinischen Hintergrund verfügen. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie haben wir uns entschlossen, die Plattform neben den Koordinatoren auch für Patientinnen und Patienten zu öffnen, die sich die Handhabung der Plattform zutrauen. Zu diesem Zweck wurde zwei Erklärvideos („Tutorials“) erstellt, um Betroffene und ihre Angehörigen durch die Plattform zu führen und eine Anleitung bei der Dokumentation der Versorgungsbedarfe zu geben.

Hilfe und Kontakt

Wenn Sie Fragen zur technischen Unterstützung bei der Registrierung und Nutzung der Ambulanzpartner-Versorgungsplattform haben, können Sie sich an den App-Manager von Ambulanzpartner wenden.

Friedrich Schaudinn
support@ambulanzpartner.de
Mobil: 0170-5564502

Die telefonische Mitteilung von Versorgungsbedarfen ist über unser Servicetelefon (von 9 bis 16 Uhr) möglich:

Servicetelefon: 030-81031410
koordination@ambulanzpartner.de