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Was ist ein Dekubitus?

Dieser medizinische Begriff leitet sich vom lateinischen Wort »decumbere« ab, das mit »niederlegen« übersetzt werden kann. Der Dekubitus beschreibt eine Schädigung der Haut und darunter liegender Strukturen, die durch Kompression entstehen kann. Bei der ALS besteht infolge hochgradiger Lähmungen (und damit verbundenen Sitz- und Liegepositionen) ein erhöhtes Risiko, Druckläsionen zu entwickeln.

Häufige Lokalisationen eines Dekubitus sind die Hautregionen über dem Kreuz- und Sitzbein (durch anhaltendes Sitzen) sowie die Schulterregion und die Ellenbogenstreckseiten (durch anhaltendes Liegen). Ein Dekubitus kann auch an der Nase oder im Gesicht entstehen, wenn eine Atmungsmaske über große Teile des Tages zur Beatmungsversorgung getragen werden muss und einen gesteigerten Druck auf die darunter liegende Haut ausübt.

Der Dekubitus ist ein wichtiges Ziel der Prävention in der Pflege – das Entstehen von Druckläsionen sollte durch eine Optimierung der Lagerung und damit verbundene Druckentlastung abgewendet werden. Neben pflegerischen Maßnahmen (Hautpflege, Lagerungsregime) kommen verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz, die einer Abwendung eines Dekubitus dienen. Dazu zählen spezielle Pflegebetten mit Anti-Dekubitus-Matratzen, aber auch Therapietische sowie Rollstühle mit Stehfunktion, die ein Stehen trotz hochgradiger Lähmung der Beine erlauben (mit entsprechender Entlastung der Gesäß- und Rückenregion).

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