Was bedeutet OPM-Klassifikation der ALS-Phänotypen?
Bei der ALS wird der Phänotyp von drei anatomischen Faktoren bestimmt: 1) Ort des
Symptombeginns („O“), 2) das Propagationsmuster („P“), mit dem sich die motorischen
Symptome vom Ausgangsort auf andere Körperregionen ausbreiten; und 3) das Ausmaß der
Motoneuron-Symptome („M“), da die ALS das erste Motoneuron (1. MN) und/oder das zweite
Motoneuron (2. MN) unterschiedlich stark betreffen kann. Für jeden Patienten lassen sich die drei
Faktoren individuell bestimmen.
Die Phänotyp-Bestimmung nach Ort des Symptombeginns („O“), Propagationsmuster („P“) und Motoneuron-Symptomen („M“) wird als „OPM-Klassifikation“ bezeichnet. Die OPM-Klassifikation ist für die Ermittlung der individuellen Prognose von Bedeutung.



