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Wie wird die individuelle Prognose der ALS ermittelt?

Die Progression der Symptome und damit verbundene Prognose sind individuell sehr unterschiedlich. Durch eine fortschreitende Mangelernährung (Schluckstörung) oder durch eine respiratorische Insuffizienz (neuromuskuläre Hypoventilation) führt die ALS zu einer Lebensverkürzung. Die Überlebensprognose wird jedoch von zahlreichen Faktoren bestimmt – die Überlebenszeit ist daher individuell und entzieht sich einer Verallgemeinerung. Der Schweregrad der Symptome und die ALS-Progressionsrate (ALSPR) werden durch die ALS-Funktionsskala (ALSFRS-R) ermittelt – eine Fremd- und Selbstbewertungsskala, die durch Ärzte, Patienten und Angehörige über den ausgedruckten Fragebogen sowie über die ALS-App erhoben werden kann. Die Messung der Vitalkapazität (SVC, slow vital capacity), des Spitzenhustenstoßes (PCF, peak cough flow) und des Body-Mass-Index (BMI) dient der Entscheidungsfindung für eine Beatmungs- und Ernährungstherapie oder eine palliative Behandlung. Der Biomarkers Neurofilament light chain (NfL) korreliert mit der ALS-Progression und trägt ebenfalls zur Abschätzung der Prognose bei. 

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