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Wie ist der Wirkmechanismus von Riluzol?

Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark stehen durch Botenstoffe (»Neurotransmitter«) miteinander in Verbindung. Glutamat ist bei der ALS in der Verbindung zwischen Nervenzellen in erhöhter Konzentration vorhanden. Riluzol ist ein Medikament, das die Glutamat-Konzentration im Zwischenraum zwischen Nervenzellen (synaptischer Spalt) reduziert. Ein Überschuss des Neurotransmitters Glutamat hat eine schädigende Wirkung für bestimmte Nervenzellen. Dieser schädigende Einfluss des überschüssigen Glutamats wird durch Riluzol eingegrenzt. Zum Verständnis des Glutamat-Effektes und Riluzol-Wirkung ist relevant, dass die Konzentration des Neurotransmitters Glutamat im Gehirn durch die Blut-Hirn-Schranke vom Stoffwechselprodukt Glutamat abgegrenzt ist. Es besteht demnach keine direkte Beziehung zwischen dem Glutamat innerhalb des Gehirns (Funktion von Glutamat als »Neurotransmitter«) und der Glutamatkonzentration im sonstigen Körper (Funktion von Glutamat als »Stoffwechselprodukt«). Daher wird die Wirkungsweise von Riluzol durch die Nahrungsaufnahme, insbesondere durch glutamathaltige Ernährung, nicht beeinflusst.