Welche Bedeutung hat ein »Versorgungsmanagement« für Menschen mit ALS?
Die ALS ist eine seltene, fortschreitende und komplexe Erkrankung. Für eine optimale Behandlung ist es erforderlich, dass sich Hilfsmittelversorger, Therapiepraxen, Ernährungs- und Beatmungsversorger, Pflegeteams, Apotheken und andere Versorger spezialisieren. Patienten und Angehörige stehen vor der Herausforderung, Versorgungspartner zu finden, die über die notwendige Expertise, das Erfahrungswissen und Kapazitäten für eine spezialisierte ALS-Versorgung verfügen.
Ambulanzpartner hat ein Versorgungsnetzwerk entwickelt, das Patienten und Angehörige bei dieser Suche sowie der Bewältigung zahlreicher administrativer und organisatorischer Aufgaben im Versorgungsprozess unterstützt. Ein Versorgungsnetzwerk und Fallmanagement wie das von Ambulanzpartner ist von besonderer Bedeutung, wenn eine spezialisierte Hilfsmittelversorgung (Orthesen, Elektrorollstühle, Umfeldsteuerung, Kommunikationshilfen), Beatmungsversorgung, eine Ernährungstherapie (Trinknahrung, PEG-Versorgung) oder eine spezielle Medikamentenbehandlung erforderlich ist.
Bei der ALS können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen, die der Symptomlinderung dienen und außerhalb ihrer ursprünglichen Bestimmung eingesetzt werden („off-label«). Die Dosierung wird individuell am Erfolg der Symptomlinderung sowie möglichen Nebenwirkungen ausgerichtet. Daher ist auch eine Versorgung durch Apotheken sinnvoll, die besondere Expertise in der ALS-Pharmakotherapie aufweisen. Innerhalb des Versorgungsnetzwerks von Ambulanzpartner ist eine fachliche Abstimmung und digitale Vernetzung zwischen Arzt und Apotheker möglich.



