Zum Hauptinhalt springen
< Alles Kategorien
Drucken

Welche Bedeutung hat die Foto-Funktion in der ALS-App?

Die ALS-App verfügt über eine Fotofunktion. Damit können Dinge fotografiert werden, die für die Behandlung, Versorgung oder medizinische Dokumentation bei der ALS relevant sind. Diese Fotos können in der ALS-App in verschiedene Kategorien sortiert (z. B. Wohnumfeld, Hilfsmittel), mit eigenen Bezeichnungen versehen und hochgeladen werden. Alle Fotos in der App sind zugleich mit dem Nutzerkonto auf der Ambulanzpartner-Versorgungsplattform synchronisiert. Dort werden die Fotos „Dokumenten-Center“ gespeichert und für alle Beteiligten der Versorgung zugänglich gemacht, die über Zugang zum Konto des Patienten verfügen. Auf diese Weise können ALS-bezogene Fotos an einer definierten Stelle (ALS-App) gespeichert und unter Einhaltung des Datenschutzes gespeichert werden.

Dabei ist zu bedenken, dass Ärzte und andere medizinische Einrichtungen sowie Versorger nach den Datenschutzbestimmungen keine Fotos von Patienten verarbeiten dürfen, die per E-Mail eingehen. Daher ist die Bereitstellung von Fotos über die ALS-App und die passwortgeschützte Ambulanzpartner-Plattform für medizinische Einrichtungen und Versorger ein genehmigter Weg, eine Bildinformation von Patienten zu erhalten. Die Fotos können von Koordinatoren, ALS-Ambulanzen, ALS-Apotheken, Sanitätshäusern, Hilfsmittelversorgern und Ernährungs- und Beatmungsteams gesehen werden, die an der Versorgung des konkreten Patienten beteiligt sind. Fotos aus dem eigenen Wohnumfeld, insbesondere zu Treppen, Schwellen, Türen, Bädern, Duschen und Badewannen sind für Hilfsmittelversorger von besonderem Interesse.

Mit Kenntnis dieser Fotos können Hilfsmittelversorger sich bereits vor dem ersten Besuch vor Ort einen Eindruck über das Wohnumfeld verschaffen, in dem die Versorgung stattfinden wird. Das kann für die Auswahl von Hilfsmitteln und die Mitnahme dieser Produkte beim ersten Besuch in der Häuslichkeit des Patienten hilfreich sein. Für Koordinatoren von Ambulanzpartner sind Fotos von bereits gelieferten Hilfsmitteln von Interesse, um sie mit der Dokumentation von Hilfsmitteln auf der Plattform abzugleichen. So kann es gelegentlich zu Abweichungen zwischen beantragten und gelieferten Hilfsmitteln geben. Diese Abweichungen lassen sich durch die Fotos sehr effektiv feststellen. Daher ist empfehlenswert, dass Patienten sämtliche gelieferte Hilfsmittel und Medizinprodukte über die ALS-App fotografieren und abspeichern.

Ein weiteres Szenario für Fotos von Hilfsmitteln betrifft technische Fehler und Defekte, die sich teilweise fotografieren lassen. Sie können Fehlermeldungen auf Displays oder mechanische Defekte (zum Beispiel von einer Orthese oder einem Rollstuhl) über die App fotografiert und mitgeteilt werden. Diese Informationen können für den Hilfsmittelversorger sehr hilfreich sein, um bereits aus der Ferne den Defekt besser einschätzen und die Reparatur (oder den Ersatz) des defekten Produktes besser entscheiden und planen zu können.

Die Dokumentation der gelieferten Medizinprodukte ist auch für Ernährungsprodukte und Beatmungsgeräte sowie Hustenassistenten sinnvoll. Auch im medizinischen Bereich kann eine Weisheit gelten: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Nach diesem Grundprinzip

Tags: