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Welche Anpassungen in der Nahrungszubereitung sind bei einer Schluckstörung bei der ALS zu beachten?

Bereits bei der Zubereitung sollten »komplizierte« Nahrungsbestandteile wie Obstschalen, Wursthaut, Brotrinde usw. entfernt werden. Obst, Gemüse, Brot usw. sollte vor der Mahlzeit kleingeschnitten, gerieben, geraspelt oder püriert werden. Bei einer geringen Schluckstörung ist durch die Vermeidung von »Problemkost« (Körner, Krusten, Fasern und Gräten usw.) eine Erleichterung zu erreichen. Bei einer mittelschweren Schluckstörung (Probleme beim Kauen und mühevolles Herunterschlucken) sollte die Konsistenz der Nahrung verändert und eine dickbreiige Kost bevorzugt werden (angedickte Suppen, Pudding, Quark, Joghurt, Eis, Früchtebrei, Brot ohne Rinde, Streichwurst, Streichkäse, sehr weiche Kartoffeln, Klöße, püriertes Fleisch, pürierter Fisch, Leberkäse, Würstchen ohne Haut).

Außerdem sind hochkalorische Ergänzungsnahrungen (»Trinknahrung«) sinnvoll. Bei einer hochgradigen Schluckstörung (Unfähigkeit zu Kauen und erschwertes Herunterschlucken; wiederholtes Verschlucken bei der Mehrheit der Speisen und Getränke) ist eine weitere Anpassung der Kost vorzunehmen (leicht angedickte Suppen, Früchtebrei; Pürieren von Kartoffeln, Nudeln, Teigwaren, Gemüse, Hülsenfrüchten; starke Andickung von Getränken). In dieser Phase der Schluckstörung ist regelhaft eine zusätzliche Trinknahrung notwendig, da sonst eine ausgewogene Ernährungs- und Kalorienbilanz nicht mehr erreicht werden kann.

Bei einer hochgradigen Einschränkung der Nahrungsaufnahme oder einem Verlust der Schluckfähigkeit (Aphagie) ist die Ernährung über eine perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) eine wichtige und etablierte Behandlungsoption.

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