Was ist von der Ergotherapie bei der ALS zu erwarten?
Ergotherapeuten verfügen über eine spezialisierte Qualifikation, Methoden und Fertigkeiten, um Menschen mit ALS zu »trainieren«, motorische Defizite auszugleichen. Dabei stehen drei Strategien im Vordergrund: Adaptation, Kompensation und Substitution. Mit einer »Adaptation« erlernen die Patienten eine bestimmte, gewünschte Tätigkeit (z. B. das Hantieren mit Besteck) mit einer angepassten Handhabung (z. B. durch eine veränderte Greiftechnik). Im Ansatz der »Kompensation« wird die gleiche Funktion mithilfe eines Defizitausgleichs unterstützt (z. B. das Hantieren mit Besteck, die über angewinkelte und verdickte Griffe verfügen).
Im Konzept der »Substitution« werden Strategien demonstriert und trainiert, um die defizitäre (oder erloschene) Funktion durch ein Hilfsmittel zu ersetzen (z. B. Einweisung und Training in der Nutzung eines Roboterarms zur Nahrungsaufnahme bei Verlust beidseitiger Armfunktionen). Zahlreiche Hilfsmittel zur Kompensation von motorischen Defiziten benötigen eine Einweisung, Schulung, Übung und Anpassung im Falle der Nutzung, die jeweils von Ergotherapeuten vorgenommen wird.



