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Was ist pathologisches Lachen oder pathologisches Weinen?

Bei der ALS kann es zu einem unkontrollierten Weinen kommen. Zunächst haben die Betroffenen selbst (und auch Angehörige) den Eindruck, dass der Patient »dichter am Wasser gebaut ist«. Emotionale Eindrücke (Musik, Filme, Begegnungen) sind mit stärkeren Gefühlsäußerungen, insbesondere dem Weinen, verbunden. Im weiteren Krankheitsverlauf kann es zu einer starken Intensität und anhaltenden Dauer des Weinens kommen, die als belastend und unangemessen erlebt werden. In vergleichbarer Weise kann auch ein unkontrolliertes Lachen entstehen. In befremdlichen oder humorvollen Situationen entsteht ein gesteigertes oder unkontrolliertes Lachen, das ebenfalls als belastend und inadäquat erlebt werden kann. Insbesondere das intensive und anhaltende Lachen kann zu Missverständnissen und Irritationen im Sozialkontakt führen.

Dieses Phänomen wird als »pathologisches Lachen« bezeichnet. In beiden Konstellationen, dem unkontrollierten Weinen und Lachen, wird eine Diskrepanz zwischen dem »normalen« Anlass für ein Weinen und Lachen und der übersteigerten motorischen Ausprägung des Lachens und Weinens erlebt. In sehr seltenen Fällen kann anstelle des Weinens und Lachens auch ein unkontrolliertes Gähnen entstehen. Die Gesamtheit dieser Phänomene (unkontrolliertes Weinen, Lachen und Gähnen) wird als »motorische Disinhibition« (motorische Enthemmung) beschrieben.

Die Behandlungsbedürftigkeit der motorischen Disinhibition hängt maßgeblich davon ab, inwieweit die Betroffenen das Symptom für sich selbst und für die Interaktion mit anderen Menschen als belastend erleben. Zur Behandlung kommen mehrere Medikamente infrage.

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