Was ist eine Maskenbeatmung?
Bei einer Schwäche der Atemmuskulatur und verminderter Atemleistung (Hypoventilation) kann das Atmungsdefizit durch eine Atemhilfe ausgeglichen werden, die als »Maskenbeatmung« bezeichnet wird. Bei dieser Form der Atemhilfe trägt der Patient eine Atemmaske über der Nase (Nasenmaske), dem Mund (Mundmaske) oder über Nase und Mund (Vollgesichtsmaske). Die Maske ist durch breitere Gummibänder am Kopf befestigt. Die Beatmungsmaske ist über einen Beatmungsschlauch mit einem Beatmungsgerät verbunden, das reguläre Luft (ohne Sauerstoffanreicherung) komprimiert und mit einem Überdruck über den Schlauch und die Atemmaske in die Lunge befördert. Mit dieser »Überdruckbeatmung« kann die geschwächte Atemmuskulatur entlastet werden.
Die Maskenbeatmung wird zumeist über Nacht eingesetzt. Insbesondere in den liegenden Positionen ist die Atemarbeit für den menschlichen Körper erschwert, sodass eine Entlastung durch die Maskenbeatmung in dieser Phase besonders effektiv ist. Studien zum medizinischen Nutzen der Maskenbeatmung bei der ALS konnten einen positiven Effekt auf die Lebensqualität und das Überleben zeigen, wenn die Maskenbeatmung mindestens acht Stunden pro Tag erfolgt. Daher ist grundsätzlich eine Anwendung der Maskenbeatmung über die gesamte Zeit der Nachtruhe anzustreben. Im Einzelfall ist auch die zusätzliche Anwendung der Maskenbeatmung im Tagesverlauf möglich.
Grundsätzlich ist eine möglichst lange Anwendung der Maskenbeatmung anzustreben, um eine mehrstündige und effektive Entlastung der Atemmuskulatur anzustreben. Die Atemschwäche ist als Überforderung und Überlastung der Atemmuskulatur zu betrachten. Die Maskenbeatmung bietet in dieser Situation eine mehrstündige Entlastung und die Möglichkeit einer Erholung der überforderten Atemmuskulatur.



