Was ist ein Essroboter?
Ein Essroboter (auch Mahlzeitenroboter) genannt, ist eine spezielle Form eines Armroboters, der für die Unterstützung einer Mahlzeit optimiert wurde. Der Essroboter ist ein beweglicher Kunststoffarm, der durch »Weisung« des Betroffenen einen Löffel zwischen einem Teller und dem Mund des Patienten führt.
Auf diese Weise kann eine Mahlzeit ohne durch das Anreichen der Nahrung durch Dritte oder das Absenken des Kopfes des Patienten eingenommen werden. Die Mahlzeit wird in einem speziellen Teller serviert. Dabei verfügt der Teller über mehrere Schalen, in denen die Mahlzeit portioniert wurde. Durch einen Mikroschalter kann der Betroffene den Roboterarm zu der gewünschten Schale des Tellers führen, die Nahrung auf den Löffel schieben und den Löffel zum Mund führen. Bestimmte Elemente der Bewegung (z. B. das Aufladen der Nahrung auf den Löffel) erfolgt »automatisch«. Der Roboterarm ist für diese Bewegungsabläufe optimiert. Auch der Bewegungsablauf des Löffels zum Mund ist sehr einfach einzustellen und auf die individuellen körperlichen Maße anzupassen.
Der Mahlzeitenroboter hat eine hohe Akzeptanz erreicht und wird vor allem bei ALS-Patienten genutzt, die einerseits eine hochgradige Armschwäche aufweisen, aber andererseits über eine gute Schluckfunktion verfügen. Das Tellersystem ist auch in einem regulären Geschirrspüler abwaschbar. Der Essroboter ist sehr leicht und kann auch bei Mahlzeiten außer Haus mitgeführt werden. Einige Patienten nehmen den Essroboter auch in ein Restaurant mit, um dort die Mahlzeit in Gesellschaft einzunehmen. Auch dieses Hilfsmittel (wie sonstige Armroboter) wird in sehr individueller Weise genutzt.
Die Kostenübernahme durch die Krankenversicherung ist auf Basis einer ärztlichen Verordnung sowie einer Erprobung durch spezialisierte Versorger möglich. Aufgrund der bisher geringeren Erfahrungen der Genehmigungsprozesse bei Krankenkassen ist auch hier die Versorgung durch ein spezialisiertes ALS-Zentrum (mit Erfahrungen der Entscheidungsfindung, Begründung und Beantwortung von Gutachterfragen) sowie durch spezialisierte Hilfsmittelversorger und die Koordination durch Ambulanzpartner empfehlenswert.



