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Was bedeutet Hypoventilation bei der ALS?

Der Begriff »Hypoventilation« bezeichnet eine verminderte Atmungstätigkeit, die wiederum durch eine muskuläre Schwäche der Atemmuskulatur entsteht. Bei der ALS führt die Degeneration der motorischen Nervenzellen zu einer Lähmung (Parese) oder Steifigkeit (Spastik) der Willkürmuskulatur einschließlich der Atemmuskulatur. Insbesondere die Schwäche des Zwerchfells (des größten Atemmuskels des Menschen), der Rippenmuskulatur (zur Hebung und Senkung des Brustkorbes) sowie der Halsmuskulatur (die ebenfalls an der Hebung des Brustkorbes beteiligt ist) sind für die Atmung und das Entstehen der Hypoventilation von größter Bedeutung.

Weniger im Bewusstsein, aber ebenfalls von Relevanz, ist die Bauchmuskulatur, die bei der Hebung und Absenkung des Zwerchfells über die Steuerung der Druckverhältnisse im Bauchraum an der Atmung beteiligt ist. Insgesamt führt eine Schwäche oder Spastik der Atemmuskulatur zu einer reduzierten Atemleistung. Im Ergebnis der Hypoventilation wird ein geringeres Atemvolumen in die Lungen aufgenommen – der Atemaustausch zwischen verbrauchtem Kohlendioxid und notwendigem Sauerstoff wird eingeschränkt.

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