Ipratropiumbromid-Mundspray wird bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) vor allem gegen vermehrten Speichelfluss (Sialorrhö) eingesetzt. Es wirkt anticholinerg und reduziert die Speichelproduktion. Die für Betroffene mit ALS besonders relevanten Nebenwirkungen sind:
- Trockener Mund – das ist die häufigste und zugleich beabsichtigte Wirkung. Wird die Wirkung zu stark, kann der Mund unangenehm trocken werden. Deshalb wird eine vorsichtige Dosistitration empfohlen.
- Zäherer Speichel bzw. zäheres Sekret – bei ALS kann das wichtiger sein als bei anderen Patienten. Zu starke Speichelreduktion kann dazu führen, dass das Sekret dickflüssiger wird und sich aufgrund einer eingeschränkten Schluck- oder Hustenfunktion schlechter entfernen lässt.
- Verschlechterung von Schluckbeschwerden können indirekt auftreten, wenn Mund und Rachen zu trocken werden.
- Seltener können Kopfschmerzen, Herzklopfen bzw. Tachykardie, Magen-Darm-Beschwerden oder verschwommenes Sehen auftreten. Systemische Nebenwirkungen sind insgesamt eher selten, weil Ipratropium nur begrenzt aufgenommen wird.



