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Was ist Logopädie?

»Logos« ist der altgriechische Begriff für »Das Wort«. Die direkte Übersetzung des Begriffs »Logopädie« lautet »Worterziehung«. Tatsächlich liegt ein Schwerpunkt der Logopädie in der Sprachentwicklung von Kindern, bei denen eine verzögerte Sprachentwicklung vorliegt. Im Erwachsenenalter kommt die Logopädie zur Anwendung, wenn die sprachliche Kommunikation durch eine Erkrankung des Gehirns, des Kehlkopfes oder Schlundes beeinträchtigt ist. Jenseits der »Spracherziehung« bei Kindern findet die Logopädie im Erwachsenenalter überwiegend bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen statt. Charakteristisch für die Logopädie in der Neurologie ist die Behandlung nach einem Schlaganfall, bei dem die Hirnrinde (mit Störung der Sprachbildung; Sprachstörung, genannt: »Aphasie«) oder der Hirnstamm (mit Störung der dortigen Steuerung von Zunge, Schlund und Sprechstörung, Sprechstörung, genannt: »Dysarthrie«) verletzt werden.

Bei der ALS ist die Sprachbildung in der Hirnrinde zumeist nicht beeinträchtigt. Nur bei einer kleinen Gruppe an ALS-Patienten mit einer Frontotemporalen Lobärdegeneration kann es zu einer Störung der Sprachbildung im Gehirn kommen. Die typische Problematik bei der ALS liegt in einer fortschreitenden Schwäche (Parese) oder Steifigkeit (Spastik) der Zungen- und Schlundmuskulatur sowie des Kehlkopfes. Diese Veränderungen führen zu einer Einschränkung des Sprechens und Schluckens. Die Logopädie bei der ALS zielt darauf ab, die Sprechfunktion zu erhalten und den Schluckvorgang zu unterstützen.

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