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Was ist Wärmetherapie?

Die Wärmetherapie ist ein unterstützendes Therapieverfahren der Physiotherapie, die auf eine Erwärmung des Bewegungs- und Muskelapparates abzielt. Die Wärmetherapie dient der Verbesserung einer Durchblutung (Hyperämie) der Muskulatur, der Gelenke und Sehnen sowie auf eine Entspannung der behandelten Muskulatur (Relaxation). Dabei sind verschiedene Formen der Wärmetherapie (Thermotherapie) bekannt: Dampfbäder, Schlammpackungen, Heiße Rolle, Infrarot-Therapie und verschiedene Formen von Wärmebädern.

Im Mittelpunkt der Wärmetherapie bei motorischen Funktionsstörungen steht die Anwendung von Schlammpackungen (Fango) und die Therapie mit einer »Heißen Rolle«. Bei dieser Therapie wird die Wärmeanwendung mit einer Massage kombiniert. Dabei werden Frottee-Tücher trichterförmig aufgerollt und mit heißem Wasser durchtränkt. Die erwärmte Tuchrolle (»Heiße Rolle«) wird vom Therapeuten auf die ausgewählten Körperbereiche aufgebracht, ausgerollt und vorsichtig massiert. Durch die Verbindung von Wärme und mechanischem Druck kommt es zu einer Verbesserung der Durchblutung in den bedeckten Regionen (Hyperämie). Unter »Fango« ist ein Mineralschlamm zu verstehen, der über wärmespeichernde Eigenschaften verfügt und für die gezielte Anwendung einer anhaltenden Wärmeapplikation in den bedeckten Körperregionen geeignet ist.

Im Gegensatz zu einer Sauna, die eine Gesamterwärmung des Körpers einschließlich der Belastung von Atmung und Kreislauf verbunden ist, kann mit einer Fango-Packung die gezielte Erwärmung bestimmter Körperregionen vorgenommen werden. Jede Form der Thermotherapie (Heiße Rolle und Fango und Bäder) haben Vor- und Nachteile. Die »Heiße Rolle« hat sich in der Wärmetherapie am weitesten durchgesetzt, da sie über eine hohe Effektivität, gute Dosierbarkeit und Machbarkeit in Physiotherapie-Praxen und im Hausbesuch verfügt.

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