Wie funktioniert die Mitteilung eines Versorgungsbedarfes über die ALS-App?
Die ALS-App ist mit dem Ambulanzpartner-Versorgungsnetzwerk verbunden. Dadurch werden Mitteilungen zu Versorgungsbedarfen an die Koordinatoren von Ambulanzpartner übermittelt. Diese stehen in direktem Kontakt mit ALS-Apotheken, Hilfsmittel-Experten sowie Ernährungs- und Beatmungsteams. Die von Patienten gemeldeten Versorgungsbedarfe werden zunächst von den Koordinatoren geprüft und nach Rücksprache mit den Patienten an die entsprechenden Versorger weitergeleitet. Dort erfolgen eine genaue Bedarfsklärung und gegebenenfalls eine Erprobung, insbesondere bei Hilfsmitteln. Anschließend wird der behandelnde Arzt kontaktiert, um eine Abstimmung und Einwilligung zur Versorgung einzuholen. Die ärztliche Entscheidung bleibt – auch bei einer Bedarfsmitteilung über die ALS-App – unverändert ein zentraler Bestandteil der medizinischen Behandlung.
Bei Hilfsmitteln kann die Bedarfsmeldung direkt über ein Verzeichnis in der ALS-App erfolgen, das über 350 ALS-spezifische Hilfsmittel umfasst. Diese können per Klick ausgewählt, mit einem Kommentar versehen und direkt an die Ambulanzpartner-Koordinatoren übermittelt werden. Für Medikamente bietet die App mehrere Möglichkeiten der Bedarfsmitteilung: ein Mitteilungsfeld für die Beratung zu ALS-Medikamenten, ein Anforderungsfeld für Folgerezepte sowie eine eigene Funktion zur Einlösung von E-Rezepten.
Ein besonderes Merkmal der ALS-App ist die automatische Übersendung von Versorgungsempfehlungen an Koordinatoren oder Patienten. Diese Empfehlungen werden durch einen Algorithmus generiert, der auf den Antworten der ALS-Funktionsskala basiert. Die Empfehlungen werden in der ALS-App angezeigt und können von den Patienten angenommen oder abgelehnt werden. Zusätzlich bietet die ALS-App eine Chat-Funktion, über die Patienten direkt mit Ambulanzpartner in Kontakt treten können. Alternativ können Versorgungsbedarfe auch auf herkömmlichem Weg – per E-Mail oder Telefonfunktion der App – übermittelt werden.



