Zum Hauptinhalt springen
< Alles Kategorien
Drucken

Wie verläuft die Schluckstörung bei der ALS?

Bei einer beginnenden Dysphagie (Schluckstörung) ist anfänglich das Schlucken von Flüssigkeiten anfällig und erschwert. So ist das »Verschlucken« beim Trinken ein typisches Frühsymptom. In der Folge wird das Schlucken fester Nahrungsbestandteile eingeschränkt. Die Schwierigkeiten in der Platzierung, dem Transport und der Zerkleinerung von Nahrungsbestandteilen machen eine Anpassung von Auswahl und Zubereitung der Nahrung notwendig.

Bei einer weiteren Zunahme der Dysphagie kommt es zu einer Transportstörung der Nahrung und zu einer Erhöhung der Mahlzeitendauer im Vergleich zur früheren Essgeschwindigkeit. Die erhöhte Kau-, Schluck- oder Atemanstrengung führt bei einem Teil der Betroffenen zu einer verminderten Genussfähigkeit der Mahlzeiten. Hinzu kommt das mögliche Erleben einer Stigmatisierung durch überschüssigen Speichelfluss (Sialorrhoe) sowie durch den veränderten Kau- und Schluckvorgang, der auch nach außen hin sichtbar werden kann. So kann eine Rückzugstendenz bei Mahlzeiten entstehen und das Essen in der Öffentlichkeit (vor allem in größeren Gesellschaften) vermieden werden. Eine gezielte Ernährungstherapie (Logopädie mit Schlucktraining, ergänzende Trinknahrung und Weiterführung von oraler Kost trotz PEG-Ernährung – sofern möglich) dienen der Beibehaltung von Mahlzeiten, dem Erhalt von Genussfähigkeit und von sozialer Teilhabe.

Tags: