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Welche Medikamente kommen bei der ALS zur Anwendung?

Grundsätzlich sind krankheitsverlangsamende und symptomatische Medikamente zu unterscheiden. Das erste und hauptsächliche krankheitsverlangsamende ist Riluzol, das in Deutschland im Juli 1996 zur Behandlung der ALS zugelassen wurde. Seitdem wird das Medikament bei mehr als 90 % aller ALS-Patienten eingesetzt, die an spezialisierten ALS-Zentren in Betreuung sind. Riluzol ist ein Medikament, das den Krankheitsverlauf der ALS moderat verlangsamt. Eine unmittelbare Linderung von Symptomen ist durch Riluzol nicht zu erwarten.

Zur Symptomlinderung sind zahlreiche andere Medikamente in Verwendung, die als »symptomatische Medikation« bezeichnet werden. Mehr als 100 unterschiedliche Medikamente sind dabei im Einsatz, die der Linderung von Muskelkrämpfen, Spastik, unerwünschtem Speichelfluss, Atemanstrengung, Schmerzen und anderen Beschwerden dienen. Mehr als 70 % aller ALS-Patienten nehmen mindestens ein symptomatisches Medikament (zusätzlich zum Riluzol ein), um ausgewählte Beschwerden zu reduzieren.