Zum Hauptinhalt springen
< Alles Kategorien
Drucken

Können Narkosen und Operationen eine ALS auslösen?

Tatsächlich beschreibt ein Teil der ALS-Patienten, dass die ersten Symptome ihrer Erkrankung unmittelbar nach einer Operation, zumeist mit einer Narkose, auffällig wurden. Bei den Betroffenen lässt dies die Vermutung zu, dass die körperliche Belastung einer Operation oder die Medikamente die ALS begünstigt oder ausgelöst haben. Die Überlegung und Sorge der Patienten ist nachvollziehbar, aber medizinisch-wissenschaftlich nicht begründet.

Die ALS ist eine chronische Erkrankung des motorischen Nervensystems, der (bis zum Auftreten erster Symptome) ein Krankheitsmechanismus von mehreren Jahren vorausgeht. Alle wissenschaftlichen Daten weisen darauf hin, dass mehrere Jahre vor der Entstehung von äußeren Symptomen bereits eine mikroskopische Ablagerung von TDP-43 (und anderen Proteinen) besteht und die Degeneration der motorischen Nervenzellen eingeleitet wird. Das Gehirn und Rückenmark verfügen über eine hohe Anpassungsfähigkeit, um den Funktionsverlust und den Abbau von motorischen Nervenzellen über längere Zeitabschnitte zu kompensieren, sodass zunächst keine Symptome entstehen. Erst mit weiteren Belastungen für das Nervensystem, z. B. Belastungen, die mit einer Narkose und Operation verbunden sind, werden die bestehenden Kompensationsmechanismen überfordert. In der Folge kommt es zum Auftreten erster Symptome. Die Narkose oder Operation verkörpert den sprichwörtlichen Tropfen, der »das Glas zum Überlaufen bringt«. Dabei ist auszuschließen, dass Operationen direkt für die Auslösung einer ALS verantwortlich sind.

Schlagwörter:
Wird geladen...
Wird geladen...
Wird geladen...
Wird geladen...
Wird geladen...

Contact Us

Haben Sie nicht gefunden, wonach Sie gesucht haben?

Unser Support-Team ist hier, um zu helfen. Kontaktieren Sie uns, und wir melden uns so schnell wie möglich.