Kann der Kontakt zu Amalgam eine ALS verursachen?
Die Verursachung einer ALS durch Amalgam ist nicht bekannt. Ein möglicher Zusammenhang wurde über mehrere Jahrzehnte im Zusammenhang mit der »Toxin-Hypothese« vermutet und diskutiert. Amalgam, eine Legierung des Quecksilbers oder anderer Metalle, ist nicht in der Lage, eine Degeneration motorischer Nervenzellen auszulösen. In der Praxis sind zahlreiche ALS-Patienten bekannt, die (entgegen dem ärztlichen Rat) eine vollständige Entfernung von Amalgamfüllungen vorgenommen haben, ohne dass eine Änderung des Krankheitsverlaufes erkennbar wurde. Die Nutzung von Amalgam in der Zahnmedizin hat durch die Verwendung neuerer Materialien und Kunststoffe deutlich an Bedeutung verloren, sodass diese unbegründete Hypothese zunehmend gegenstandslos wird.
