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Was ist eine Spastik?

Der Begriff Spastik (oder Spastizität) leitet sich aus dem griechischen Wort »Spasmus« ab (griechisch: »Der Krampf«). Die Spastik ist durch eine erhöhte Muskelspannung definiert, die durch eine Fehlsteuerung der betroffenen Muskulatur durch das Nervensystem begründet ist. Alle Muskeln des menschlichen Körpers, die willkürlich beweglich sind (Willkürmotorik) werden durch motorische Nervenzellen, die sich im Rückenmark befinden (zweites motorisches Neuron) gesteuert.

Von entscheidender Bedeutung ist, dass die motorischen Nervenzellen im Rückenmark einer übergeordneten Kontrolle durch Nervenzellen unterliegen, die sich im Gehirn befinden und über Nervenbahnen mit dem Rückenmark in Verbindung stehen (erstes motorisches Neuron). Bei einer Schädigung des ersten motorischen Neurons geht diese Kontrollfunktion verloren, sodass unkontrollierte, überschießende und krampfartige Bewegungen verursacht werden, die als Spastik bezeichnet werden. In vereinfachter Weise ist das zweite motorische Neuron (Verbindung zwischen Rückenmark und Muskulatur) für die Kraftentfaltung zuständig, während das erste motorische Neuron (Verbindung zwischen Gehirn und Rückenmark) für die Koordination und Kontrolle der motorischen Leistungen verantwortlich ist. Die Spastik ist das Symptom für eine fehlerhafte Kontrolle der Muskeln durch das geschädigte erste motorische Neuron.

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