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Was ist der Unterschied zwischen Diagnose und Prognose?

Die Diagnose beschreibt die Feststellung und Benennung der ALS anhand von Symptomen, der neurologischen Untersuchung und diagnostischen Tests, insbesondere der Elektromyographie (EMG), Elektroneurographie, Liquordiagnostik und MRT-Untersuchung. Diese Verfahren tragen dazu bei, andere neurologische Erkrankungen als mögliche Ursache der Beschwerden auszuschließen und die Diagnose einer ALS zu sichern.

Die Prognose hingegen gibt eine Einschätzung zum voraussichtlichen Verlauf. Sie berücksichtigt Faktoren wie den ALS-Phänotyp (mit Ort des Symptombeginns), die Ausbreitungsgeschwindigkeit (ALS-Progressionsrate (ALSPR)) und individuelle Messparameter, insbesondere das Körpergewicht und Atemparameter. Bei ALS dient die Prognoseabschätzung dem Patienten und Angehörigen sowie dem Behandlungsteam, die zukünftigen Symptome zu erwarten und Unterstützungsmaßnahmen vorausschauend zu planen. Obwohl Diagnose und Prognose eng miteinander verknüpft sind, stellen sie unterschiedliche Ebenen in der ALS-Behandlung dar. 

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